Wenn der Gang zur Toilette eine Qual ist

Wenn der Gang zur Toilette eine Qual ist

Bei frostigen Wintertemperaturen heißt es sich warm anziehen. Denn nicht nur Hals und Nase leiden bei Minusgraden, sondern vor allem die weibliche Blase ist bei Kälte sehr anfällig für Entzündungen. Und wen es einmal erwischt hat, sollte sich künftig gut davor schützen.

 


Blasenentzündungen sind besonders für Frauen ein häufiges und unangenehmes Problem. Jeder Gang zur Toilette wird dann zur Qual und oft kommen Bauchkrämpfe noch dazu. Und wer sie einmal hatte, muss sich bewusst gegen neue Infektionen wappnen. Blasenentzündungen können sich mehrfach wiederholen und dadurch unter Umständen chronisch werden oder sich gar unbehandelt zu einer Nierenbeckenentzündung auswachsen.

Hauptsache warm
Im Winter sollte deshalb beim Griff in den Kleiderschrank die eigene Gesundheit im Vordergrund stehen und nicht der neueste Modetrend. Bei der Unterwäsche besser zur Baumwolle als zu synthetischen Stoffen greifen und außerdem für warme Füße sorgen. Viel trinken – vor allem Wasser und Kräutertee, der die Blase nicht reizt. Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee wirken sich dagegen ungünstig aus. Und wer sich bereits eine Blaseninfektion eingefangen hat, sollte Hallenbäder und Sauna besser vorerst meiden. Hier lauern neue Bakterien, die die geschwächte Blase erneut infizieren könnten. Und auch die Hygiene muss bei den ersten Anzeichen einer Infektion ganz groß geschrieben werden.

Wechseljahre begünstigen Infektionen
Neben jungen Mädchen sind übrigens Frauen in den Wechseljahren besonders häufig von Blaseninfektionen betroffen, da der Östrogenspiegel dann sinkt und die Gefahr der Ansiedelung von Keimen steigt. Behandelt werden bakterielle Infektionen der Blase meist durch Antibiotika, die allerdings ihrerseits die Abwehrkräfte gegen Bakterien schwächen. So beginnt oft ein fataler Kreislauf. Um diesen zu verhindern oder zu durchbrechen ist eine rechtzeitige oder vorbeugende Behandlung mit Mitteln angezeigt, die eine Entzündung auf natürlichem Wege erfolgreich abwehrt.

Wirkstoffe aus der Natur
Hierzu gehört zur Vorbeugung besonders Cranberrysaft und wenn die Entzündung schon da ist Nieren- und Blasentees, die die Bakterien ausschwemmen und antibakteriell wirken. Auch homöopathische Tropfen oder Globuli können sinnvoll sein. Apotheker Heiko Meyer von der Ruhrland-Apotheke hat damit einige Erfahrungen gemacht: „Besonders stolz sind wir auf unsere hauseigenen homöopathischen Blasentropfen. Die Rezeptur hierfür wurde schon vor vielen Jahren von meinem Vater selbst entwickelt und wir sind immer wieder erstaunt, wie gut sie unseren Kunden helfen.“ Und nicht zuletzt sollte man auch die Wirkung von Ruhe und der guten alten Wärmflasche nicht unterschätzen. Tritt allerdings nach drei Tagen keine Besserung ein oder kommt noch Fieber hinzu ist der Gang zum Arzt nötig.

 

Erschienen im Stiepeler Bote, Nr. 177, Januar 2011