Schlecht drauf durch den Winterblues?

Schlecht drauf durch den Winterblues?

Der Winter geht langsam zu Ende und viele warten sehnsüchtig auf die ersten warmen Sonnenstrahlen. Dies gilt vor allem für jene, die unter den dunklen Monaten körperlich und seelisch besonders leiden. Antriebslosigkeit, Unlust, Konzentrationsmangel und Müdigkeit, Kennzeichen einer typischen Winterdepression, bessern sich oft erst mit dem Frühling.

 

Darauf zu warten, dass sich mit steigenden Temperaturen die Stimmung von selbst bessert, ist aber nicht ratsam. Man sollte grundsätzlich auch bei schlechtem Wetter so oft wie möglich rausgehen. Selbst bei bedecktem Himmel hilft die vorhandene Sonnenstrahlung dem angeschlagenen Hormonspiegel. Licht und Bewegung helfen beim Spazierengehen oder Walken gleich doppelt die Laune zu verbessern.

Gezielte Lichttherapie
Alternativ lindert auch eine gezielte Lichttherapie die Symptome. Hierfür werden spezielle Vollspektrum-Glühlampen mit einer hohen Lux-Stärke angeboten, die auch in den meisten gewöhnlichen Lampen einsetzbar sind.  Sie ersetzen das fehlende Tageslicht, beheben so die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus und bringen Serotonin- und Melatonin-Spiegel wieder ins Lot. Besonders, wer den ganzen Tag in geschlossenen Räumen arbeitet, mittags in der Kantine sitzt und abends im Dunkeln nach Hause kommt, sollte beim winterlichen Lichtmangel für Abhilfe sorgen.

Öfter mal was Scharfes
Bei der Ernährung gehören Bananen regelmäßig auf den Speiseplan, sie enthalten Hormone, die für gute Laune sorgen. Eine ähnliche Wirkung haben Hirse - als Brei, Suppe oder Auflauf. Auch scharfe Gewürze wie Ingwer, Curry, Meerrettich, Senf und Co. bringen den Stoffwechsel auf Trab und helfen so dem Hormonspiegel. Sie wärmen den Körper von innen, unterstützen die Leber und heben die Laune.  Deshalb im Winter öfter mal Senf aufs Ei oder aufs Käsebrot und Kräuter wie Thymian, Basilikum oder auch Kümmel regelmäßig zum Kochen verwenden.

Die Natur hilft
Und dann gibt es noch die passenden Heilmittel aus der Natur, wie das Johanniskraut, das schon lange als pflanzliches Antidepressivum bekannt ist und als Dragees oder Tee eingesetzt wird. „Da die  schlechte Stimmung mittelfristig auch das Immunsystem schwächt, sollte man rechtzeitig was gegen den Winterblues tun.“ empfiehlt auch Apotheker Heiko Meyer von der Ruhrland Apotheke.  Gerade im Winter wenn Sonnenschein Mangelware ist, darf man auch Vitamin D nicht vergessen, denn Lichtmangel reduziert die Speicherung des wichtigen Vitamins im Körper und schwächt die Abwehrkräfte.  Bei den Schüssler Salzen sollte man Phosphor - den Lichtspender, nicht außer Acht lassen. Die entsprechenden Schüssler Salze stärken Stoffwechsel und Nerven und bringen neue Energie. Es gibt viele Möglichkeiten dem Winterblues aktiv zu begegnen.

 

Erschienen im Stiepeler Bote, Nr. 179, März 2011