Sonnenallergie, Mallorca-Akne oder einfach Hitzepickel?

Sonnenallergie

Sowohl die Erscheinungsformen als auch die Ursachen sind nicht leicht zu trennen.  Ob Pickel, Pusteln oder Quaddeln, gemeinsam ist allen, dass sie in Verbindung mit Sommer und Sonne auftreten und den Betroffenen das Sonnenbaden meist gründlich vermiesen.


Oft vermischen sich die unterschiedlichen Ausprägungen, denn wer empfindlich oder allergisch auf Sonnenstrahlen reagiert, hat nicht selten auch Probleme mit fetthaltigen Sonnenschutzmitteln, die wiederum Auslöser einer Mallorca-Akne sein können. Kleine Hitzepickel treten dagegen bei übermäßigem Schwitzen und Hitzestau unter der Kleidung auf – vor allem Babys leiden darunter im Sommer häufig. In allen Fällen heißt es: Mild waschen und reinigen ja, aber Vorsicht bei reichhaltigen Cremes oder Lotionen, denn das Problem liegt oft bei einer Verstopfung der Hautdrüsen.

Durch die Kombination aus starker Sonneneinstrahlung, entsprechendem Schweißfluss und fettigen Sonnenschutzmitteln bilden sich Entzündungen bzw. Pusteln. Hier heißt es Finger weg von Hautölen und Sonnenmilch mit Emulgatoren. Der geeignete Sonnenschutz sind Gels ohne Fette und Emulgatoren, die heute nur noch selten einen klebrigen Film auf der Haut hinterlassen und sich wie Lotionen auf der Haut anfühlen. Generell gilt: Bereits vor dem Urlaub sollte man sich langsam an die Sonne gewöhnen, die pralle Mittagssonne meiden und sich lieber oft im Schatten aufhalten. Hat es einen trotz Vorsichtsmaßnahmen erwischt hilft nur der Gang zum Fachmann. Apotheker Heiko Meyer rät in diesem Fall: „ Als erstes raus aus der Sonne. Und dann Antihistaminika nehmen sowie kühlende und Juckreiz stillende Salben auftragen. Das bringt schnell Linderung. Zur Vorbereitung der Haut auf die Sonne eignet sich bei Allergikern auch die frühzeitige Einnahme von Vitamin A und Betacarotin.“ Bei der Fülle an Sonnenschutzmitteln sollte man bei Problemhaut generell besser den Fachmann fragen, das spart Fehlversuche und unnötige Testkäufe.