Besser weniger Süßigkeiten in die Schultüte

Weniger Süßigkeiten in die Schultüte

Schon die Erstklässler sollten frühzeitig die wichtigsten Grundregeln gesunder Ernährung lernen. Das fängt bei der Schultüte und beim Pausenbrot an, denn wo nichts Gescheites rein kommt kann auch nur wenig Leistung raus kommen.

 

Die Erwachsenen - vor allem die Eltern und Geschwister, sind natürlich für die Jüngsten die wichtigsten Vorbilder. Wenn zuhause häufiger Pizza, Pommes und Chips auf dem Speiseplan stehen als Vollkorn, Gemüse und Obst, prägt dies die Geschmacksnerven nachhaltig. Wer an Fertigprodukte mit entsprechend vielen Zusatzstoffen gewöhnt ist, braucht eine gewisse Zeit, bis er sich auch für Selbstgekochtes wieder begeistert. Und wenn dazu mal die Zeit fehlt, kann auf Rohkost ausgewichen werden. Auch Kinder, die sonst bei Gemüse eher ein langes Gesicht machen, kommen durch Gemüsesticks mit Kräuterquark leicht auf den Geschmack. Mit ein bisschen Kreativität lassen sich Kinder schnell für gutes Essen begeistern. Und am allerschnellsten geht es, wenn sie mitkochen dürfen, wie z. B. eine leckere Vollkornpizza für die ganze Familie.

Ohne Frühstück in die Schule
Untersuchungen über die Ernährung von Kindern haben in den letzten Jahren gezeigt, dass gerade Schulkinder immer öfter ohne Frühstück und ohne das klassische Pausenbrot und die Obstbox die Schulbank drücken – mit fatalen Auswirkungen für die Konzentration und die Lernfähigkeit. Die von der Werbung angepriesenen Kinder-Snacks oder das süße Teilchen vom Bäcker können die fehlenden gesunden Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine nicht ersetzen und enthalten viel zu viel Zucker. Frühstück und Pausenbrot sollten ein Drittel der täglich benötigten Energie liefern. Das sind bei Kindern von 7-10 Jahren täglich zwischen 1600 und 2200 Kilokalorien - je nach Körpergröße und Alter. Wichtig ist bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten die Vollwertigkeit, die vor allem durch Getreide, Obst, Gemüse und Milchprodukte sichergestellt wird. Dann ist auch gegen einen Schokoriegel nichts einzuwenden. Ein selbstgemachtes Müsli mit Haferflocken, Yoghurt und Obst ist der ideale Start in einen erfolgreichen Schultag. Und dazu gibt’s Mineralwasser, ungesüßte Fruchtschorle oder Früchtetee in den Trinkbecher.

Kinder „verbrennen“ schneller
Für Kinder sind mehrere über den Tag verteilte kleine Mahlzeiten wichtig, da der Körper die Energie noch nicht ausreichend speichert und außerdem schneller verbrennt. Sackt der Blutzuckerspiegel ab, reduziert sich die Leistungsfähigkeit. Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung ist für ein gesundes Wachstum und eine positive Entwicklung immens wichtig. Die ständig steigenden Fälle von Diabetes, ADHS und Fettleibigkeit bei Kindern werfen kein gutes Licht auf den aktuellen Stand des allgemeinen Ernährungsbewusstseins im Lande. Und wenn Kinder sich von ihren schlechten Essgewohnheiten schwer abbringen lassen, hilft der Rat vom Fachmann wie man die fehlenden Mineralien und Vitamine ausgleichen kann. „Gerade in der Anfangsphase einer Ernährungsumstellung kann es helfen, auf geeignete Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen, die aber unbedingt auf das Kind abgestimmt sein sollten. Nicht alle überschüssigen Vitamine werden einfach ausgeschieden. Sie können sich ablagern und sogar schaden.“ erläutert Apotheker Heiko Meyer.