Frühjahrsmüdigkeit ist keine Einbildung

Frühjahrsmüdigkeit

Jahreszeitenwechsel bedeutet für den Körper Hormon-Umstellung. Viele Menschen leiden unter dem Wechsel von der kalten zur warmen Jahreszeit: Sie fühlen sich schlapp und müde und dass obwohl die Sonne und die wärmeren Temperaturen eigentlich dazu einladen draußen wieder aktiv zu werden. Die Gartenarbeit ruft und auch die Walkingstöcke wollen wieder bewegt werden. Doch der Körper hat im Winter seine Energien auf Sparflamme gestellt und soll nun mit der Sommerzeit wieder zur Hochform auflaufen.

Für die Probleme verantwortlich sind die Hormone Melatonin und Serotonin. Das Glückshormon Serotonin wird durch Licht und steigende Temperaturen angekurbelt, während das Schlafhormon Melatonin von der dunklen Winterzeit noch im Überfluss vorhanden ist. Man fühlt sich wie im Jetlag, ist schlapp und lustlos, tagsüber müde und hat nachts oft Probleme durchzuschlafen. Kreislaufbeschwerden und Schwindel können hinzukommen. Wer zu Kopfschmerzen oder Migräne neigt, hat jetzt deutlich mehr Beschwerden. Und es kann einige Wochen dauern, bis der Hormonhaushalt sich wieder neu reguliert.


Während man es sich im Winter zuhause gemütlich gemacht hat, hilft jetzt vor allem viel Bewegung im Freien, damit das Serotonin die Oberhand bekommt. „Kurbeln Sie zusätzlich mit Wechselduschen Ihren Kreislauf an. Verzichten Sie lieber mal auf Kaffee und greifen sie stattdessen zu Kräutertees. Denken Sie auch an Ihre Vitaminspeicher: Vollkornprodukte, Obst und Gemüse sorgen jetzt für reichlich Nachschub. Und wer sich mit der gesunden Ernährung schwertut, sollte zu den passenden Vitamin- oder Aufbaupräparaten greifen, am Besten nicht zu irgendwelchen, sondern zu solchen, die zum persönlichen Fitness- und Ernährungsprofil passen“, das rät Heiko Meyer, Apothekeninhaber der Ruhrland-Apotheke. Mit dem richtigen Mix aus Bewegung im Freien, ausreichend Schlaf und ausgewogener leichter Ernährung bekämpft man das Frühjahrstief am Erfolgreichsten. Und wirklich ausgeruht ist jetzt, wer seinen Schlaf an der Sonne orientiert. Also früher rein ins Bett und mit den Hühnern wieder raus. So hat man schnell wieder genug Energie für den optimalen Start ins Frühjahr. Und dann klappt’s bestimmt auch mit der Eiersuche.