Dem Immunsystem per Darmsanierung unter die Arme greifen

Dem Immunsystem per Darmsanierung unter die Arme greifen

Mit der beginnen Erkältungszeit arbeitet unser Immunsystem wieder auf Hochtouren. Doch nicht allein die ungünstige feuchtkalte Witterung sowie Viren und Bakterien fordern unsere Abwehrkräfte. Auch so manches Medikament schwächt unsere körpereigene Abwehr. Besonders Antibiotika, die oft bei Atemwegsinfektionen verschrieben werden, bekämpfen nicht nur erfolgreich Krankheitsbakterien sondern reduzieren jene Darmbakterien, die für ein funktionierendes Immunsystem so wichtig sind.


Die meisten Patienten haben die Nebenwirkungen von Antibiotika schon mal zu spüren bekommen. Reaktionen von Magen und Darm wie zum Beispiel Durchfall treten häufig auf. Neben den Keinem, die das Antibiotikum wirksam bekämpft, erwischt es leider oft auch die für die Darmflora und für die Verdauung wichtigen Bakterien. Eine Möglichkeit: auf nüchternen Magen geschluckt können Antibiotika schneller den Magen und den Darm passieren und die notwenigen Darmbakterien bleiben eher verschont.

 

Antibiotika begünstigen Durchfälle
Durch die geschwächte Darmflora ermöglicht das Antibiotikum aber oft auch das Ansiedeln typischer Durchfallviren. In jedem Fall sollte möglichst schnell etwas gegen den Durchfall getan werden. Neben genug Flüssigkeit kann man zusätzlich auf Elektrolyte in Form von Brausepulver zurückgreifen. Naturyoghurt hilft dem Darm durch Milchsäuren sein Gleichgewicht wiederzufinden. Aber auch bei solchen Nebenwirkungen darf man ein Antibiotikum ohne Rücksprache mit dem Arzt nie vor Beendung der Therapie absetzen. Durch vorschnelles Abbrechen oder Pausieren bei der Einnahme riskiert man spätere Resistenzen des Körpers, d.h. bestimmte Bakterien werden immun gegen Medikamente.  

Gezielte Nachsorge bei Antibiotika-Einnahme
Besonders wer mehrfach im Jahr Antibiotika geschluckt hat, sollte aufpassen, dass es nicht zu erneuten Erkrankungen kommt. Das Immunsystem muss dann massiv gestärkt werden. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sind wichtig, reichen aber meist nicht aus. Unter dem Stichwort Darmsanierung werden Natur-Präparate angeboten, die dem Körper die fehlenden Darmbakterien wieder zuführen.

Eine Darmsanierung braucht Ausdauer
„Eine erfolgreiche Darmsanierung braucht schon etwas Geduld. Die Menge an Bakterien muss langsam gesteigert werden, damit die Ansiedelung auch funktioniert und es nicht zu Überreaktionen wie Durchfall kommt.“, erläutert Apotheker Heiko Meyer. Aber ein gesunder Darm und eine optimale Verdauung helfen nicht nur dem Immunsystem, sondern steigern letztlich das gesamte Wohlbefinden, verbessern die Haut und geben dem Körper mehr Energie. Gerade für Kinder, die durch Schule und Kindergarten oft mehrfach im Jahr erkranken und die es mit den täglichen 5 Portionen Obst und Gemüse nicht so genau nehmen, eignet sich eine regelmäßige Unterstützung der Darmflora.

 

Erschienen im Stiepeler Bote, Nr. 176, Dezember 2010